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8 Gartenarbeiten für den Juni
Gartencheckliste Juni
Was man im Juni im Garten macht
To-Dos und Tipps
Hier sind die TO-DOs für den Garten im Monat Juni
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- Rasen im Juni: Pflege für saftiges Grün
- Blütenpracht erhalten und fördern
- Hecke schneiden
- Unkraut bekämpfen
- Schädlinge und Nützlinge
- Pflege bestehender Pflanzen
- Neue Pflanzen und Aussaat
- Düngen: Die richtige Nährstoffversorgung
- Ernte im Juni: Was jetzt reif wird
- Pool und Wasserstellen reinigen
- Planung für die zweite Saisonhälfte

Rasen im Juni: Pflege für saftiges Grün
Rasen neu ansäen und nachsäen
Im Juni lassen sich kahle Stellen im Rasen gut reparieren oder neue Rasenflächen anlegen – warme Temperaturen und häufigere Niederschläge sorgen für optimale Keimbedingungen. Finde den richtigen Rasensamen, um das beste Ergebnis zu erzielen.
So gehst Du vor:
- Bereite den Boden gründlich vor und lockere ihn auf.
- Säe das Saatgut gleichmäßig aus – bei Nachsaat reichen etwa 20–25 g/m², für eine komplette Neuanlage solltest Du mit 30–40 g/m² rechnen.
- Harke die Samen leicht ein und halte die Fläche konstant feucht.
- Nach der Aussaat den Boden vorsichtig andrücken, z. B. mit einer Rasenwalze oder einem Brett.
Die erste Keimung erfolgt nach 7-14 Tagen.

Rasenpflege im Frühsommer
Dein etablierter Rasen benötigt jetzt regelmäßige Aufmerksamkeit.
Checkliste für die Rasenpflege:
- Mähen: 1-2 Mal pro Woche auf 3-4 cm Höhe
- Düngen: Langzeitdünger für die Sommermonate ausbringen.
- Bewässerung: Bei Trockenheit 2-3 Mal wöchentlich intensiv wässern.
- Unkraut: Löwenzahn und andere Unkräuter gezielt entfernen.
Tipps zum Rasenmähen
Blütenpracht erhalten und fördern
Wichtig vorab: Pilzkrankheiten im Blick behalten! Gerade im Frühsommer zeigen sich an Rosen häufig Sternrußtau (schwarze Flecken auf den Blättern, die dann gelb werden und abfallen) und Rosenrost (orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite).
- Befallenes Laub sofort entfernen und nicht kompostieren.
- Vorbeugend hilft ein luftiger Standort sowie das gezielte Gießen an die Wurzel – nasse Blätter sind die Eintrittspforte für beide Krankheiten.

Blütenpflege: Verblühtes regelmäßig entfernen
Das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten (Deadheading) verlängert die Blütezeit erheblich.
- Rosen: Verblühte Blüten bis zum ersten 5-teiligen Blatt zurückschneiden
- Pfingstrosen: Nur die Blüte entfernen, Laub stehen lassen
- Rhododendron: Verblühte Blütenstände vorsichtig ausbrechen
- Clematis: Beachte die jeweilige Schnittgruppe – nicht alle Clematis werden im Juni geschnitten.
Rispenhortensie und andere Blütensträucher
Blütensträucher benötigten jetzt die richtige Pflege für eine üppige Blüte:
- Rispenhortensie: Regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden
- Flieder: Nach der Blüte Verblühtes entfernen
- Weigela: Direkt nach der Blüte auslichten
Gartenbewässerung
Bewässerungssysteme für den Sommer
Mit steigenden Temperaturen wird die richtige Bewässerung immer wichtiger.
Bewässerungstipps:
- Zeitpunkt: Morgens bis spätestens 9 Uhr oder ab 18 Uhr
- Menge: Lieber seltener, dafür durchdringend gießen
- Technik: Direkt an die Wurzeln, Blätter trocken halten
- Mulchen: Reduziert Verdunstung um bis zu 70%
Automatische Bewässerung
Für größere Gärten oder den Urlaub bieten sich automatische Systeme an:
- Tropfschläuche: Ideal für Gemüsebeete und Staudenrabatte
- Sprinkleranlagen: Perfekt für Rasenflächen
- Bewässerungscomputer: Steuern Zeit und Dauer automatisch
Verwende Regenwasser aus einer Regentonne, um Ressourcen und Pflanzen zu schonen.
Hecke schneiden
Jetzt ist die ideale Zeit für einen Heckenschnitt, da die Triebe der Pflanzen inzwischen so weit verholzt sind, dass Du sie nun gut in Form bringen kannst. Außerdem haben die meisten Vögel ihre Brutzeit hinter sich. Natürlich solltest Du vorher trotzdem sicherstellen, dass Deine Hecke nicht mehr bewohnt ist.
- Vorab-Check: Brüten Vögel in der Hecke?
- Schneide trapezförmig: Unten breiter als oben
- Achte auf die Brutzeit der Vögel: Bis 30. September nur Formschnitt*
- Verwende scharfe, saubere Werkzeuge
- Beste Zeit: Bewölkte Tage oder Abendstunden

Vermeide, dass Deine Hecke unten schmaler ist als oben, da sie sich sonst selbst beschattet und mit der Zeit verkahlen würde. Durch eine klassische Trapezform, welche an der Basis breiter ist als an der Spitze und sich idealerweise leicht nach außen wölbt, gelangen an alle Partien der Hecke Sonnenstrahlen und ermöglichen ein lückenloses Wachstum.
Gesetzliche Vorgabe beachten
Unkraut bekämpfen: Strategien für einen gepflegten Garten
Mechanische Unkrautbekämpfung
Der Juni ist optimal, um Unkraut anzugehen, bevor es sich stark ausbreitet.
Effektive Methoden:
- Hacken: Regelmäßiges oberflächliches Lockern zerstört Unkrautkeimlinge
- Jäten: Tiefwurzelnde Unkräuter komplett mit Wurzel entfernen
- Mulchen: Verhindert Unkrautwuchs und spart Gießwasser
- Vlies: In neuen Beeten als Schutz vor Unkraut

Schädlinge und Nützlinge: Das natürliche Gleichgewicht
Schädlingskontrolle im Juni
Der warme Juni bringt leider auch Schädlinge mit sich. Kontrolliere Deine Pflanzen regelmäßig:
- Blattläuse: Natürliche Feinde fördern oder mit Brennnesselbrühe bzw. Seifenlauge (1-2 EL Schmierseife auf 1 L Wasser) bekämpfen
- Schnecken: Abends absammeln oder Bierfallen aufstellen
- Spinnmilben: Bei heißem Wetter auf Unterseiten der Blätter achten
- Thripse: Besonders an Rosen und anderen Blühpflanzen

Nützlinge fördern
Schaffe optimale Bedingungen für die Helfer in Deinem Garten:
- Insektenhotels aufstellen oder ausputzen
- Blühende Wildkräuter stehen lassen
- Wasserstellen für Vögel und Insekten bereitstellen
- Auf Pestizide verzichten
Nützlinge gegen Blattläuse
Pflege bestehender Pflanzen und Obstbäume
Tomaten ausgeizen und pflegen
Deine Tomaten brauchen jetzt besondere Aufmerksamkeit und das Ausgeizen (Entfernen der Seitentriebe) ist essentiell für eine reiche Ernte: Die heutigen Tomatenpflanzen entwickeln zu viele Fruchtantriebe, die sie nicht alle versorgen können. Um das Wachstum großer und aromatischer Früchte zu fördern, solltest Du daher die Triebe aus den Blattachseln entfernen. Dies wiederholst du wöchentlich bis September.
Anleitung zum Ausgeizen:
- Entferne wöchentlich alle Triebe, die zwischen Haupttrieb und Blättern wachsen. Entferne auch untere Blätter, die den Boden berühren, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
- Verwende saubere Finger oder ein desinfiziertes Messer.
- Geize am besten morgens aus, wenn die Pflanzen prall sind.
- Unterstütze die Pflanzen mit stabilen Stäben oder Spiralstäben.

Rosmarin wird bei der Ernte ständig geschnitten – doch dieser Schnitt reicht leider nicht aus, um ihn lange gesund zu halten. Schneide daher die Triebe aus dem Vorjahr bis dicht über die verholzten Partien zurück und lichte ihn dabei gleich ein wenig aus. Dafür entfernst Du zu eng stehende Zweige, da diese sich gegenseitig behindern und zu wenig Licht erhalten.
Der Formschnitt bei Kräutern hält sie vital und kompakt:
- Rosmarin: Nach der Blüte um etwa ein Drittel zurückschneiden
- Lavendel: Verblühte Stängel entfernen, aber noch nicht radikal schneiden
- Thymian: Regelmäßig ernten und dabei schneiden
Tipp: Kräuter am besten vormittags ernten, dann ist das Aroma am intensivsten.
Obstbäume: Sommerschnitt für gesunde Erträge
Der Juni ist der ideale Zeitpunkt für den Sommerschnitt bei Apfel- und Birnenbäumen.
- Schutz vor Krankheiten: Im Sommer sind die Bäume weniger anfällig für Pilzinfektionen wie Monilia (Spitzendürre) oder Apfelschorf.
- Bessere Wundheilung: Die Schnittstellen vernarben schneller als im Herbst oder Frühjahr.
So gehst Du vor:
- Entferne tote, kranke oder nach innen wachsende Äste.
- Lichte die Krone aus, um mehr Licht und Luft an die Früchte zu lassen.
- Schneide nicht bei praller Sonne oder Hitze – die beste Zeit ist ein bewölkter Tag oder der frühe Morgen.
Tipp: Bei Süßkirschen ist der Schnitt unmittelbar nach der Ernte (meist Juni/Juli) Pflicht, um Monilia vorzubeugen.
Pflanzen und Aussaat: Was jetzt in die Erde gehört
Gemüse pflanzen und aussäen
Der Juni ist der perfekte Monat für die Aussaat vieler Gemüsesorten, die Du noch im Herbst ernten kannst:
Direktaussaat im Juni
| Gemüseart | Aussaatzeit | Erntezeit | Besonderheiten |
| Chinakohl | Anfang bis Mitte Juni | September bis Oktober | Erst nach Sommersonnenwende säen |
| Endivien | Bis Ende Juni | August bis Oktober | Regelmäßig gießen |
| Fenchel | Bis Mitte Juni | September | Braucht lockeren Boden |
| Radieschen | Ganze Saison | 4-6 Wochen später | Alle 2 Wochen nachsäen |
| Rucola | Bis August | 6-8 Wochen später | Halbschatten bevorzugt |

Kräuter und Stauden
Auch für Kräuter und mehrjährige Stauden ist der Juni ein günstiger Pflanzmonat:
- Kräuter: Basilikum, Oregano und andere wärmeliebende Kräuter können jetzt ins Freiland
- Stauden: Containerware kann problemlos gepflanzt werden
- Balkonbox: Bepflanze Deine Kästen mit sommerblühenden Arten
Düngen: Die richtige Nährstoffversorgung
Grundlagen der Sommerdüngung
Im Juni haben Deine Pflanzen einen hohen Nährstoffbedarf. Die richtige Düngung entscheidet über Wachstum und Blütenpracht. Tipp: Dünge nicht bei großer Hitze oder Trockenheit, um Verbrennungen zu vermeiden.
Düngerarten und Anwendung:
| Pflanzengruppe | Düngertyp | Häufigkeit | Besonderheiten |
| Rasen | Langzeitdünger | 1x im Juni | NPK 15-5-10 optimal* |
| Tomaten/Gemüse | Flüssigdünger | Wöchentlich | Kaliumreich für Fruchtbildung |
| Rosen | Rosendünger | Monatlich | Bis Ende Juli düngen |
| Rhododendron | Spezialdünger | 2x im Jahr | Saurer pH-Wert wichtig |
| Stauden | Kompost | Im Frühjahr | Mulchen unterstützt |
*NPK 15-5-10 = Das Nährstoffverhältnis des Düngers in %
N (Stickstoff) = 15 % für dichtes, grünes Wachstum
P (Phosphor) = 5 % für starke Wurzeln
K (Kalium) = 10 % für Schutz gegen Hitze und Trockenheit

Organisch oder mineralisch düngen?
Organischer Dünger:
- Langsamere, aber längere Wirkung
- Verbessert die Bodenstruktur
- Ideal: Kompost, Hornspäne, Guano
Mineralischer Dünger:
- Schnelle Verfügbarkeit
- Präzise Dosierung möglich
- Ideal für akuten Nährstoffmangel
Ernte im Juni: Was jetzt reif wird
Frühsommerliche Ernte
Der Juni beschert Dir die ersten Gartenschätze des Jahres. Ernte regelmäßig, um die Pflanzen zur weiteren Produktion anzuregen.
Erntekalender Juni:
- Erdbeeren: Haupterntezeit für frühe Sorten
- Salate: Kopfsalat, Rucola, Asia-Salate
- Radieschen: Alle 4 Wochen neue Aussaat = kontinuierliche Ernte
- Mangold: Äußere Blätter fortlaufend ernten
- Kräuter: Oregano, Thymian, Salbei vor der Blüte
- Rhabarber: Bis zum 24. Juni (Johannistag) ernten
Rhabarber: Ab dem 24. Juni (Johannistag) solltest Du auf weitere Ernte verzichten. Die Pflanze braucht die zweite Saisonhälfte, um Kraft für das nächste Jahr zu tanken – und der Oxalsäuregehalt in den Stielen steigt ab Mitte Sommer auf ein Niveau, das für den Körper unbekömmlich werden kann.

Tipp
Knoblauch: Sobald die Blätter Deines im letzten Jahr gepflanzten Knoblauchs gelb werden, kannst Du diesen ausgraben. Lasse ihn dann an einem trockenen Ort durchtrocknen. So kannst Du ihn lange aufbewahren.
Kohlrabi: Diesen solltest Du rasch verbrauchen, da er schnell holzig wird, wenn er trocken steht.
Weinrebe und Beerenobst
Weinrebe:
- Überflüssige Trauben entfernen (Ertragsregulierung)
- Geiztriebe ausbrechen
- Bei Bedarf spritzen gegen Pilzkrankheiten
Beerensträucher:
- Himbeeren: Tragende Ruten stützen
- Johannisbeeren: Nach der Ernte alte Triebe entfernen
- Stachelbeeren: Triebspitzen kappen für buschigeren Wuchs
Pool und Wasserstellen reinigen
Pool-Pflege im Juni
Wenn Du einen Pool besitzt, steht jetzt die Hauptsaison bevor. Die Pool-Pflege im Juni legt den Grundstein für einen sauberen Sommer.
- Wasserwerte prüfen: pH-Wert (7,0-7,4) und Chlorgehalt kontrollieren
- Filter reinigen: Wöchentlich rückspülen oder Kartuschen wechseln
- Wasserlinie putzen: Fettrand mit Poolreiniger entfernen
- Skimmer leeren: Täglich Blätter und Insekten entfernen
- Poolroboter: Automatische Reinigung für den Boden

Gartenteich und Wasserspiele
Auch andere Wasserstellen brauchen Aufmerksamkeit:
- Pumpen und Filter kontrollieren
- Algenbildung vorbeugen
- Wasserpflanzen bei Bedarf auslichten
- Fischfutter anpassen (bei höheren Temperaturen mehr füttern)
Planung für die zweite Saisonhälfte
Herbstaussaat vorbereiten – schon jetzt an die Herbstsaison denken:
- Wintersalate: Feldsalat kann ab August gesät werden
- Wintergemüse: Grünkohl und Rosenkohl jetzt vorziehen
- Blumenzwiebeln: Herbstpflanzung für Frühjahrsblüher planen
Saatgut für nächstes Jahr sammeln:
- Mohn, Ringelblumen und andere Einjährige
- Saatgut gut trocknen und beschriften
- Kühl und trocken lagern

Fazit: Dein Garten im Hochsommer
Der Juni belohnt, wer jetzt konsequent pflegt: Ein gut gewässerter, gedüngter und von Schädlingen befreiter Garten trägt bis weit in den Herbst. Wer die Weichen im Frühsommer richtig stellt, erntet nicht nur mehr – er hat auch deutlich weniger Arbeit in den Monaten danach. Unsere Checkliste hilft Dir dabei, nichts Wesentliches zu übersehen.







